Der Holzwurmbefall kommt häufig in älteren Häusern und auch Möbeln vor, bei denen das Holz nicht gegen diesen Insektenbefall speziell behandelt und damit geschützt wurde. Bei dem Holzwurm handelt es sich um einen Nagekäfer, welcher die Larven in Holzspalten und Rissen von Holz abgelegt. Diese Larven ernähren sich anschließend von diesem Holz. Dabei wird kein frisches Holz, sondern nur verbautes Holz befallen. Deshalb wird der Holzwurm häufig auch als Trockenholzschädling bezeichnet.
Ist das Holz einmal von den Holzwürmern befallen, so helfen in der Regel nur Schädlingsbekämpfungsmittel, um das Holz von diesen Insekten zu befreien. Zu diesen Schädlingsbekämpfungsmitteln zählen chemische und auch Mittel auf der Basis von biologischen Wirkstoffen. Diese biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel stellen dabei häufig eine umweltfreundlichere Alternative dar. Zu diesen umweltschonenden Möglichkeiten zählt auch die thermische Methode. Bei dieser wird ausschließlich auf die Wirkung von Hitze gesetzt, welche gezielt zum Einsatz kommt. Bei diesem Heißluftverfahren wird mit Temperaturen von etwa 55 Grad gearbeitet. Diese Behandlung sollte aufgrund der hohen Temperaturen nur von einem Fachmann durchgeführt werden, da das Holz sonst geschädigt werden kann. Um eine Schädigung zu vermeiden, wird der Fachmann dabei auch auf eine spezielle Computertechnik zurückgreifen, um eine genaue Holzbehandlung durchführen zu können. Mithilfe dieser Technik wird während der Behandlung des Holzes stets die exakte Luftfeuchtigkeit erzeugt, damit das Holz nach der Behandlung nicht aufgequollen oder rissig ist.
Eine andere Möglichkeit, den Holzwurmbefall zu bekämpfen, ist die Verwendung von Gas. Bei dieser Methode kommen giftige Gase aus Phosphorwasserstoff, Blausäure oder Ethylenoxid zum Einsatz. Dieses Verfahren nimmt in der Regel mehrere Tage in Anspruch, bis das befallene Holz schließlich von den Holzwürmern befreit ist. Für das Holz stellt diese chemische Schädlingsbekämpfung eine schonende Alternative dar. Jedoch handelt es sich dabei um eine ökologische bedenkliche Methode, welche zugleich besonders zeitaufwendig und nicht besonders kostengünstig ist.
